Details: Bertini-Preis für 97 mutige Jugendliche

Foto: Carsten Thun

Am internationalen Holocaust-Gedenktag, dem 27. Januar, wurde im Ernst-Deutsch-Theater zum 22. Mal der Bertini-Preis verliehen. Eine Auszeichnung für junge couragierte Menschen aus Hamburg.

Zivilcourage zeigt sich auf verschiedene Weise und hat viele Gesichter. Voriges Jahr waren es wieder viele Hundert mit 22 Projekten und Aktionen. So viele Jugendliche bewarben sich zumindest um den Bertini-Preis und stellten die 30-köpfige Jury damit vor eine fast unlösbare Aufgabe. „Eigentlich hätte jede Gruppe eine Auszeichnung verdient“, meinten Monika Böhm und Klaus Weise tief beeindruckt. Nach der Aufnahme unserer Stiftung „Nachbarn helfen Nachbarn“ 2019 in den Förderverein durfte das Vorstandsteam zum ersten Mal über die Preisträger mitentscheiden. So erhielten sie auch erstmals den Blick auf die gesamte Bandbreite an Aktionen und Projekten, die Jugendliche und junge Erwachsene voriges Jahr in Hamburg gegen das Vergessen, gegen Ausgrenzung und Fremdenfeindlichkeit auf die Beine gestellt haben.

Eine Fülle, die die Auswahl schwer macht, zugleich aber auch zeigt: „Wir haben es mit einer jungen und wachen Generation zu tun.“ So fasste es Bischöfin Kirsten Fehrs bei ihrer Festrede zur Preisverleihung zusammen. Und unterstrich: „Ich stehe bewundernd vor euch und kann nur bitten, macht weiter. Denn Erinnerung braucht eine Zukunft.“

Auf die 97 Preisträger wird sie in diesem Punkt ziemlich sicher bauen können. „Für mich war die Arbeit am Projekt eine Erfahrung, die ich nicht mehr vergessen werde“, gab Schülerin Angelina vom Helmut-Schmidt-Gymnasium offen zu. Und dem Kopfnicken ihrer Mitschüler nach zu urteilen, ist sie damit nicht allein.