Detail: Neubau Hammer Baum - Verspätet zu Haus

Eigentlich wollten wir am 1. April die ersten Wohnungen im Hammer Baum übergeben. Die Coronakrise änderte den schönen Plan. Inzwischen sind alle Mitglieder eingezogen. Einige verspätet, aber alle glücklich und – ganz wichtig – gesund.

 

Schlüsselübergabe: Das ist der Moment, auf den alle warten. Unsere Mitglieder und unser 1904-Team. Da wir mit unserem Neubau im Hammer Baum perfekt im Zeitplan lagen, war entsprechend auch schon alles für diesen schönen Moment geplant. Dann kam Corona und die Stadt Hamburg verhängte strenge Kontaktbeschränkungen. „Genau in diese Zeit fielen die ersten Termine für die Wohnungsübergaben“, erzählt Daniela Martinez aus der Hausbewirtschaftung. Quasi über Nacht standen alle Beteiligten damit vor einem Problem. „Die Übergabe der Wohnung konnten wir unter diesen Voraussetzungen zwar bewerkstelligen“, schildert Daniela Martinez die Situation. „Aber: Wie sollten unsere Mitglieder umziehen, wenn sie nur mit einer Person unterwegs sein durften und diese auch noch aus demselben Haushalt stammen muss?“ Diese Frage stellte sich auch Tuncay Sambol. „Die alte Wohnung war nur 500 Meter Luftlinie entfernt. Deshalb wollten wir den Umzug mit ein paar Freunden machen.“ Das ging plötzlich nicht mehr und mal eben eine Spedition zu finden, war in dieser Zeit so gut wie unmöglich. Deshalb telefonierten Daniela Martinez und ihre Kolleginnen alle 24 Mitglieder ab und überließen ihnen die Wahl. „Die Hälfte hat den Umzugstermin verschoben.“
Dazu gehörten auch Tuncay Sambol und seine Familie. „Das war vor allem für die Kinder gut“, erzählt der zweifache Familienvater. „Die alte Wohnung hatte einen Hinterhof ohne Spielplatz. Es musste also nichts abgesperrt werden. So konnten die Kinder zwischendurch draußen spielen.“ Ab Anfang August haben die Vierjährige und ihr zweijähriger Bruder sogar zwei Spielplätze zur Auswahl: einen mit nagelneuen  Spielgeräten im Hof unseres Neubaus und eine große Terrasse. Auch ein Grund, warum die Familie sich gerade die 90-Quadratmeter-Wohnung im Erdgeschoss ausgesucht hat. Dazu kommen noch viele mehr: „Sie ist sehr hell, hat ein Zimmer mehr, ist bezahlbar und die Lage ist prima.“ Tuncay Sambol ist in Hamm aufgewachsen, seine Eltern und Schwiegereltern wohnen nicht weit entfernt – und überhaupt: „Wir haben uns zwar Wohnungen in anderen Stadtteilen angesehen, aber im Grunde wollten wir nie weg.“ Dennis Maass und seine Familie sind auch endlich angekommen. Ganz oben im fünften Stock. Es ist eine der 100-Quadratmeter-Wohnungen mit fünf Zimmern. „Es hätte sogar noch ein Zimmer mehr sein können“, erzählt er lachend. Bei drei Söhnen und einer Tochter im Alter von zwei bis zehn Jahren ist das nur allzu  verständlich. „Aber jetzt haben wir zwei Bäder – das hilft schon enorm!“ Zuvor wohnte die Familie in der Stoeckhardtstraße. „Wahrscheinlich wären wir dort nicht weggezogen, nur war die Wohnung irgendwann
zu klein.“ Deswegen haben auch sie sich in den vergangenen Jahren immer wieder nach einem neuen Zuhause umgesehen. „Wir wollten unbedingt in der Nähe bleiben, weil unsere Kinder an der Hammer Kirche zur Schule und in den Kindergarten gehen“, erklärt der 37-Jährige. „Hier eine große Wohnung zu finden, die dann auch noch bezahlbar ist – das ist aber so gut wie unmöglich.“ Corona brachte letztlich auch ihre Pläne
durcheinander. Knapp vier Wochen später als geplant konnten sie erst einziehen. Dennis Maass sieht es gelassen, der Stress scheint schnell vergessen: „Es hat doch alles super geklappt und wir haben ein schönes Zuhause!“