Detail: Dienstjubiläum & neues Ehrenamt

 

Seit 25 Jahren gehört Immobilienfachwirtin Daniela Martínez zum „1904“-Team. Zum Dienstjubiläum wirft sie einen Blick zurück und erzählt von ihrer neuen spannenden Aufgabe – als Vorstandsmitglied unserer Stiftung „Nachbarn helfen Nachbarn“.

Wir gratulieren Frau Martínez ganz herzlich zum besonderen Jubiläum!

 

 

Sie arbeiten seit dem ersten Tag Ihrer Ausbildung bei der „1904“. 25 Jahre bei einem Unternehmen – das ist heute nicht mehr selbstverständlich.

Das stimmt, aber ich hatte nie einen Grund zu wechseln. Ich arbeite heute noch genauso gern bei der „1904“ wie vor 25 Jahren und habe meine Berufswahl nie bereut. Ich denke, das liegt an der Abwechslung, die dieser Beruf mit sich bringt. Aber auch an den vielen freundlichen Mitgliedern, die mich teilweise schon mein ganzes Berufsleben begleiten. Und nicht zu vergessen: die tollen und herzlichen Kolleginnen und Kollegen! Besonders schön ist es aber, dass ich auch nach 25 Jahren noch das Gefühl habe, einen sinnvollen Beruf gewählt zu haben. Menschen ein neues Zuhause zu einem bezahlbaren Preis zu vermieten und mit ihnen ihre Freude darüber teilen zu dürfen: Das macht mich in meinem Job glücklich.

Woran denken Sie besonders gern zurück?

Da gibt es vieles. An die Fertigstellung unserer ersten Servicewohnanlage beispielsweise. Das war meine erste Neubauvermietung und hat wahnsinnig viel Spaß gemacht. Unsere Senioren waren richtige Genossen. Erzählten mir mit Mitte zwanzig spannende Geschichten über das Wohnen bei der „1904“ in alten Zeiten. Dass vier Personen auf zwei Zimmern lebten und man nur als Eheleute eine Wohnung bekam. Toll waren natürlich auch unsere große Jubiläumsfeier auf Kampnagel und das Straßenfest in der Stoeckhardtstraße zur 750-Jahr-Feier in Hamm. Sehr gern habe ich auch den Neubau der Familienwohnungen am Hammer Baum begleitet, den wir voriges Jahr fertiggestellt haben.

Wie weit hat sich Ihr Berufsalltag in den 25 Jahren verändert?

Sehr stark. Zu Beginn meiner Ausbildung kamen die Wohnungsanfragen per Post, und die Kündigungsbestätigungen wurden mit der Schreibmaschine ausgefüllt. Die Geschäftsstelle befand sich in einem ganz normalen Wohngebäude in Eimsbüttel, und persönliche Besuche von Wohnungssuchenden oder Mitgliedern waren eher selten. Heute ist durch die Digitalisierung alles viel schnelllebiger geworden. Wohnung anfragen erreichen uns fast ausschließlich per E-Mail, und es ist nicht mehr selbstverständlich, dass unsere Mitglieder die Hälfte ihres Lebens in ein und derselben Wohnung verbringen. Häufig wird schon nach nur einem Jahr wieder gekündigt, weil zum Beispiel ein Jobwechsel in eine andere Stadt ansteht. Nicht zuletzt hat sich ja auch der Wohnungsmarkt an sich stark gewandelt. Die Nachfrage ist rasant angestiegen.

Jetzt kommt wieder eine Veränderung: Zum 1. September wurden Sie in den Stiftungsvorstand berufen.

Ja, die Frage kam für mich zwar sehr überraschend. Gleichzeitig freue ich mich natürlich sehr über das Vertrauen, das mir der Stiftungsvorstand entgegenbringt, und auf die spannenden Projekte und Aufgaben, die mich erwarten.

Haben Sie eine bestimmte Aufgabe?

Zuerst werde ich hauptsächlich administrative Tätigkeiten übernehmen, um nach und nach in meine neue Aufgabe hineinwachsen zu können. Hier bin ich natürlich auf die Unterstützung und das langjährige Wissen meiner Stiftungskollegen angewiesen und freue mich schon sehr auf die Zusammenarbeit.

Was gefällt Ihnen speziell an diesem Ehrenamt? Zum einen ist es natürlich ein schönes Gefühl, Gutes bewirken zu können und die Möglichkeit zu haben, Projekte von engagierten Menschen dieser Stadt fördern zu dürfen. Zum anderen freue ich mich sehr, meinen eigenen Horizont erweitern zu können. Ich werde soziale Projekte und deren Menschen dahinter kennenlernen, die ohne die Stiftungsarbeit wahrscheinlich an mir vorbeigehen würden. So ein Beispiel ist die Schule Tegelweg. Das ist eine Schule mit Förderschwerpunkt für körperliche und motorische Entwicklung. Die Schülerinnen und Schüler haben während einer Filmwoche einen beeindruckenden Film produziert, der mich sehr berührt hat. Ohne die Stiftungsarbeit hätte ich von diesem tollen Projekt nie erfahren.

Daniela Martínez (45) begann am 1. August 1996 ihre Ausbildung zur Kauffrau in der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft bei unserer „1904“ und absolvierte im Anschluss eine zweijährige Weiterbildung zur Immobilienfachwirtin. Viele unsere Mitglieder kennen sie durch ihre Arbeit in der Hausbewirtschaftung, wo sie sich in erster Linie um Vermietungen und Beschwerden kümmert. Seit dem 1. September arbeitet sie zudem ehrenamtlich im Vorstand unserer Stiftung „Nachbarn helfen Nachbarn“.

Vielen Dank für das Interview. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und weiterhin so viel Freude an Ihren Aufgaben!