Richtfest Eckerkoppel

Wandsbeks Baudezernent Arne Klein (v.li.), „1904“-Vorstandsmitglied Monika Böhm, Bausenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt, Architekt Bernd Wessling, vnw-Verbandsdirektor Andreas Breitner und „1904“-Vorstandsmitglied Holger Westphal (Foto: Hermann Jansen)
Beeindruckt: Bausenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt versetzte unser Neubau nach eigenen Aussagen fast in Euphorie. (Foto: Hermann Jansen)
Foto: Hermann Jansen
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Um ein Haar hätte uns Orkan Xavier einen Strich durch die Rechnung gemacht. Doch von unserem neuen Familienquartier in der Eckerkoppel scheint selbst Petrus ganz angetan zu sein. Zum Richtfest Anfang Oktober schien auf jeden Fall die Sonne. Das war aber nur noch das Tüpfelchen auf dem i. Viel mehr freuten wir uns über das viele Lob von berufener Stelle.

Mit rund 200 Gästen feierten wir diesen traditionellen Meilenstein. Das ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Im Gegenteil: Bei den vielen Richtfesten, die derzeit überall gefeiert werden, kann man es fast schon als Auszeichnung werten. Auf jeden Fall zeigt es, dass das Projekt eine Ausnahme bildet – und das wurde uns von unseren Gastrednern auch gleich mehrfach und vor aller Augen und Ohren bestätigt.

Eigentlich neigt Hamburgs Bausenatorin nach eigenen Aussagen nicht zu Euphorie. „In diesem Fall neige ich aber dazu, eine Ausnahme zu machen“, eröffnete Dr. Dorothee Stapelfeldt ihr Grußwort. Unser Neubau biete genau das, „was wir im Bündnis für das Wohnen mit erheblicher gemeinsamer Anstrengung nach Kräften versuchen zu fördern: bezahlbaren Wohnraum nämlich, gerade für die Menschen mit mittleren und geringen Einkommen und selbstverständlich Wohnraum in guter Qualität“.

Besonders beeindruckt zeigte sie sich von den Extras, die wir im Familienquartier eingeplant haben. So zum Beispiel den 100 Quadratmeter großen Gemeinschaftsraum oder die 69 Tiefgaragen- und 278 Fahrradstellplätze. Dann sollen ja auch noch die Dächer begrünt werden und erstmals haben wir von Anfang an ein Blockheizkraftwerk eingeplant, das nicht nur Wärme, sondern auch Mieterstrom produziert. Trotz allem können wir Nutzungsgebühren bieten, die mit 6,30 Euro beziehungsweise 8,40 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche netto-kalt für Hamburg ein Schnäppchen sind.

Aber auch das war ja von Anfang so geplant: „Wir wollen den Familien, die hier einziehen werden, Wohnraum zu bezahlbaren Mieten ermöglichen“, erläuterte Vorstandsmitglied Monika Böhm. Und dafür haben wir auch alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die der Senat im ersten und zweiten Förderweg sowie die Investitions- und Förderbank Hamburg aktuell bieten. „Für uns“, so Monika Böhm, „ist das genossenschaftliches Wohnen.“

Für die Senatorin offenbar ein Alleinstellungsmerkmal: „Das ist ein Vorzeigeprojekt, auf das alle Beteiligten stolz sein können.“ Insbesondere da es uns gelungen sei, den Anspruch des Bündnis‘ zu übertreffen. Hier werden eben nicht nur wie üblich ein Drittel der Wohnungen öffentlich gefördert gebaut, sondern alle 109.

Nicht nur in diesem Punkt „kann man von diesem Projekt noch lernen“, befand denn auch Wandsbeks Baudezernent Arne Klein. „Familiengerechtes Wohnen ist etwas, das wir in Wandsbek brauchen.“ Dieser Neubau vereine aber ebenso altersgerechtes und ökologisches Bauen. Die Tatsache, dass wir zudem freiwillig für Stellplätze unter der Erde gesorgt haben, „beweist einmal mehr, dass der Mensch im Vordergrund steht. Anderes wie das Auto hat sich unterzuordnen“.

Geht alles weiter nach Plan, können unsere Mitglieder bereits im Sommer kommenden Jahres ihr neues Zuhause beziehen. Dabei gaben wir den Startschuss gerade erst vergangenes Jahr. Für uns ist es das erste Mal in der langen Geschichte unserer Genossenschaft, dass wir ein so großes Projekt in einem Rutsch bauen. Wobei das aber ohnehin nicht Gang und Gäbe ist. „Was für ein Tempo und was für eine Leistung“, lobte und staunte zugleich der Direktor unseres Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (vnw), Andreas Breitner. „Mancherorts hat sich auf dem Wohnungsmarkt ein Flaschenhals gebildet.“ Unter den gegebenen Umständen könne die Wohnungswirtschaft nicht schnell genug und am Ende für die Mieter auch noch bezahlbar dagegen anbauen. „Hier wird ein Unternehmen aber nicht verwaltet“, so Andreas Breitner, „es werden ganze Quartiere gestaltet. Hut ab, vor dem was Sie hier alles anpacken!“

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