Auf ein lebendiges Miteinander!

Ende Oktober eröffneten wir in der Eckerkoppel unseren dritten Nachbar-Treff. Er soll den über 100 Familien die Eingewöhnung erleichtern, als Keimzelle für ein lebendiges Miteinander dienen und somit zum Herzstück unserer neuen Wohnanlage werden. Die Idee ist aufgegangen: Schon im Januar starteten einige Nachbarn die ersten Kurse!

Helle 100 Quadratmeter, eine schicke Küche, dazu eine weitläufige Außenterrasse: Der riesige Raum im Souterrain bietet alles, was man sich für einen Nachbarschaftstreff wünscht. Bis auf das gewisse Etwas. Bilder an den Wänden, ein paar Topfblumen vielleicht, die einladende Gemütlichkeit eben.

Wofür es normalerweise Abzüge in der B-Note gibt, ist durchaus gewollt. Es bleibt Platz für Ideen und die sprudeln bei der offiziellen Eröffnung schon reichlich. Mami- Fitness, Spieleabende, Basteln, Kino, ein Repair-Café. Der Saal ist voll, die Terrasse ist voll. Mit großen und kleinen Leuten, die munter schwatzen, lachen und sich offenbar alle schon im Vorfeld Gedanken gemacht haben, was man gemeinsam hier Schönes anstellen könnte. Die Gartenparty- Stimmung ist ansteckend. Aber wie lange hält sie an?

Eine ganz ähnliche Frage hat sich Jasmin Schneider bereits mehrfach gestellt. Es ist inzwischen Anfang Januar und damit fast ein halbes Jahr her, dass sie mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in die Eckerkoppel gezogen ist. „Ich habe mich ja schon am Anfang gewundert, dass sich hier jeder grüßt, schließlich ist das heute nicht mehr ganz so selbstverständlich“, erzählt sie. „Das habe ich dann auf die anfängliche Euphorie über die neue Wohnung geschoben, die alle hatten. Aber“, staunt sie, „obwohl unser Honeymoon vorbei ist, sind trotzdem alle Nachbarn nett und dazu unglaublich hilfsbereit.“

Ein Beispiel von vielen: Zwei Tage vor Weihnachten streikte ihr Auto. Alle Nachbarn, die es mitbekamen – und es waren einige – boten ihre Unterstützung an. Einkäufe miterledigen, die Kinder hüten oder fahren. Jasmin Schneider: „Hier bildet sich gerade eine ganz tolle Gemeinschaft, bei vielen Familien würde ich sogar schon von Freundschaft sprechen.“

Dass sich dieses Gemeinschaftsgefühl nicht nur auf einzelne Grüppchen und Hauseingänge beschränkt, dafür sorgt unter anderem Korinna Behre. Sie gehört zu einer Gruppe von Nachbarn, die sich sofort nach der Einweihungsfeier unseres Nachbar-Treffs zusammensetzte und zusammen mit unserem Sozialpädagogen-Team ein erstes Veranstaltungsprogramm austüftelte. Seit Januar gibt es einmal wöchentlich eine Krabbelgruppe, ein Nachbar hat einen Yoga-Kurs gestartet und Korinna Behre lädt jeden Mittwoch um 10 Uhr zur Mami-Fitness, ausdrücklich mit Kindern. „Ich gebe zu, das ist nicht ganz uneigennützig“, verrät sie lachend. „Ich wollte selbst gern Fitness machen, aber allein kann man sich ja oft nicht aufraffen...“

Natürlich ist das nicht der Hauptgrund für ihr Engagement. Schon bevor sie mit ihrer Familie in die Eckerkoppel zog, gab sie ehrenamtlich Sportkurse und ihr neues Zuhause haben sie und ihr Mann sich auch nicht nur wegen der schönen und günstigen Wohnung ausgesucht. „Wir wollten immer bei einer Genossenschaft wohnen“, erzählt sie, „eben wegen der Gemeinschaft.“ Allerdings hätte auch sie nicht gedacht, wie schnell diese entstehen kann. „Mein Mann hat über nebenan.de eine WhatsApp-Gruppe aufgemacht.“ Viele Nachbarn haben sich zwar noch nicht angeschlossen, räumt Korinna Behrendt ein, aber darum ging es auch nicht. Sie wollten einen Anfang machen und allen Bewohnern eine Möglichkeit bieten, Kontakte zu knüpfen. Dann wird es auch leichter, in der Nachbarschaft zu fragen, wenn die berühmte Tasse Zucker fehlt. Oder der Quark, so wie es Korinna Behre passiert ist. „Es war einfach toll: Ich habe kurz eine WhatsApp losgeschickt und sofort meldeten sich gleich mehrere Nachbarn.“

Jetzt freuen sich Korinna Behre und Jasmin Schneider schon auf die wärmere Jahreszeit, in der man den begrünten Innenhof nutzen kann. Jasmin Schneider: „Das wird der Gemeinschaft sicher noch einen Schub geben!“

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